Was sind NFTs - oder: Was können NFTs sein?

NFT - dieses Kürzel für sogenannte "Non-Fungible Tokens" - ist zur Zeit in allen Medien präsent und von wachsender Bedeutung. Stars wie Madonna kreieren sie, zusammen mit Beeple, dem Künstler, der das erste weltweit bekannte NFT-Kunstwerk „Everydays: The First 5000“ geschaffen hat, das aus 5.000 von ihm zuvor täglich geposteten Einzelbildern besteht und das erst jüngst von dem Auktionshaus Christie's für die sagenhafte Summe von 70 Millionen US-Dollar versteigert wurde. Celebrities wie Paris Hilton sollen eine ganze Sammlung von NFTs besitzen, unter anderem Bilder mit den gelangweilten Affen des "Bored Ape Yacht Club", der dazu auch exklusive Partys für die Besitzer veranstaltet.


Doch die gewinnbringende Vermarktung von NFTs beschränkt sich nicht nur auf die bildende Kunst: Auch der erste Tweet von Twitter-Gründer Jack Dorsey wurde kürzlich für sage und schreibe 2,5 Millionen Euro als NFT verkauft. Und die US-amerikanische Band "Kings of Leon" veröffentlichte ihr letztes Album "When You See Yourself" als NFTs, die zu einem bestimmten Teil für die Käufer garantierte Plätze für alle zukünftigen Konzerte in der vordersten Sitzreihe enthalten.

Die Herstellung und die Vermarktung von NFTs beschränkt sich also nicht auf digitale Kunst, sondern birgt eine Vielzahl an vielen weiteren Möglichkeiten, für Selbständige ebenso wie für Unternehmen und Organisationen - der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.


Doch wie funktioniert das mit NFTs genau und warum beschränkt sich ihre Anwendung nicht nur auf digitale Formate wie Kryptokunst und virtuelle Objekte wie Häuser und Grundstücke z.B. im Metaverse, sondern ist deren Verknüpfung auch mit realen Gegenständen möglich?

Einfach erklärt: Was sind NFTs & wie funktionieren NFTs genau?

Die Vielzahl und Unterschiedlichkeit der genannten Formen von NFTs zeigt, dass diese streng genommen nicht die vermarkteten Objekte selbst bedeuten, sondern deren Besitzrecht bzw. deren Garantie der Echtheit. Denn einen jener vielfach geposteten gelangweilten Affen kann sich jeder selbst aus dem Web herunterladen, ausdrucken und an die Wand hängen, oder digital auf dem Bildschirm ansehen, aber ohne das damit verbundene NFT ist dieser eben nur eine von möglichen unzähligen Kopien.


Der Unterschied zum echten NFT, obwohl nicht sichtbar, besteht eben darin, dass der/die Eigentümer/in mit dem zugehörigen NFT beweisen kann, dass er/sie dieses Werk legal erworben hat bzw. besitzt. Dieses individuelle Besitzrecht ist auf dem Token - dem T in NFT - eingetragen. Und dieses Token ist "Non-Fungible", was wörtlich bedeutet: "nicht ersetzbar". Im Unterschied zum "Material" eines digitalen Kunstwerks, das aus identischen Pixeln besteht, wie zum Beispiel die ebenfalls berühmten "Cryptopunks", ist das NFT selbst also ein Unikat, so wie z.B. ein Ölgemälde von Picasso.


Dadurch unterscheidet es sich auch von Kryptowährungen, ebenso wie von realen Währungen wie dem Euro: Ein Ether kann problemlos durch einen anderen Ether bzw. ein Bitcoin durch einen anderen ausgetauscht werden, so wie ein 10 Euro Geldschein dieselbe Gültigkeit besitzt wie ein anderer 10 Euro Schein. Diese werden daher als "Fungible" - ersetzbar oder austauschbar - bezeichnet. Das "Non-Fungible" ist daher der entscheidende Faktor, auf den es ankommt.


Was ist ein NFT-Token?

Die notwendige Basis stellt also immer ein Token dar. Die Herstellung insbesondere von Non-Fungible Tokens ist eng verbunden mit dem Prozess der Erzeugung von Coins irgendeiner Kryptowährung. Hier wird vor allem Ethereum und die Währung Ether (ETH) in Verbindung mit der Erstellung von NFTs genannt, auch wenn die Erzeugung von NFTs mittlerweile auch mit anderen Kryptowährungen möglich ist.


NFTs entstehen quasi zwangsläufig als Nebenprodukt beim sogenannten Minting - dem Prägen einer virtuellen Münze -, wie der Prozess immer noch genannt wird, der ursprünglich nur das Prägen von Münzen aus Metall bezeichnet. Das Minting ist wiederum verbunden mit der Blockchain-Technologie.


NFT und Blockchain

Ein Non-Fungible Token bezeichnet zunächst einmal eine einzigartige Zahlenfolge (in anderen Bereichen auch Buchstabenfolge), die dadurch kryptografisch eindeutig ist und darum auch weder geteilt oder durch eine andere ersetzt werden kann. Dieser Token ist wiederum Bestandteil einer Blockchain, die - wie der Name besagt - aus einer kontinuierlich erweiterbaren Liste bzw. Kette von Datensätzen mit einzelnen Blöcken besteht. Das allein reicht allerdings noch nicht, um das Besondere einer Blockchain in Zusammenhang mit Kryptowährungen bzw. NFTs zu definieren:


Zum einen stellt die Blockchain eine dezentrale Datenbank dar, was bedeutet, dass die Tokens usw. nicht auf einem einzigen, sondern immer zugleich auf unterschiedlichen Servern gespeichert und bereitgestellt werden. Die einzelnen Blöcke und ihre Reihenfolge sind dabei nicht beliebig, sondern folgen bestimmten Regeln: Jeder Datensatz enthält Informationen des unmittelbar vorhergehenden Blocks, dazu gehören so wichtige Informationen wie Zeitstempel und Transaktionsdaten in Form eines kryptographisch sicheren Hash (Streuwerts), ebenso wie auch solche zu den Besitzern.


Das Blockchain-System gilt daher als besonders sicher, weil Datenmanipulationen dabei äußerst schwierig sind. Das erwähnte Verkettungsprinzip der Blöcke und die dezentrale Speicherung sind hier nur zwei typische Eigenschaften, doch es gibt noch weitere, wie zum Beispiel den Konsensmechanismus, durch den sichergestellt wird, dass die Blockchain bei allen beteiligten Servern identisch ist.

 

Kryptowerte - Was ist der Unterschied zwischen Token & Coins?

Während also die einzelnen auf einer Blockchain basierenden Coins einer Währung wie Ethereum oder Bitcoin fungible sind, um den Zahlungsverkehr überhaupt zu ermöglichen, sind ihre Bestandteile, die Blöcke bzw. Tokens non-fungible. Diese Eigenschaft der Eindeutigkeit zeigt sich auch bei NFTs: Während man nur einen Bruchteil einer Coin kaufen bzw. verkaufen kann, kann man ein NFT also nur als Ganzes erwerben bzw. besitzen.


Zwar besitzt jede Kryptowährung ihre eigenen Blockchains, jedoch können die unterschiedlichen Sorten auf bestimmten Plattformen zu tagesaktuellen Kursen getauscht werden, was mit NFTs natürlich so nicht möglich ist. Daher sind NFTs selbst zwar keine Kryptowährung, also als Zahlungsmittel nicht direkt nutzbar, sie bieten aber eine große Bandbreite an anderen Möglichkeiten ihrer Nutzung:

Im Zusammenhang mit finanziellen Transaktionen bzw. Garantien. Gelegentlich wird der Begriff Token als Überbegriff für beides - Token im eigentlichen Sinn und Coins - verwendet, was aber nichts an dem unterschiedlichen Charakter ändert. So können Token auch rechtlich anders behandelt werden, zum Beispiel als Wertpapiere oder Vermögensanlagen.


Denn eine Kryptowährung kann wiederum nicht nur als Zahlungsmittel genutzt werden, sondern auch als eine Art digitales Wertpapier. Dieses wird dann meist als Equity Token oder Security Token bezeichnet, mit dem bestimmte Rechte wie beispielsweise Gewinnanteile festgeschrieben werden.

Was können also NFTs alles sein bzw. wofür können NFTs genutzt werden?

Durch die Nicht-Austauschbarkeit von Token und deren digitale Registrierung in einer Blockchain wird jede Änderung durch eine Transaktion, wie zum Beispiel einen Verkauf, in der Blockchain erkennbar gespeichert. Anders als bei einem Kunstwerk, dessen Herkunft auch gefälscht werden kann, sei es, weil es selbst eine Fälschung ist, oder weil es gestohlen wurde, ist die Provenienz oder Herkunftsgeschichte eines NFT immer eindeutig. Ebenso enthält das NFT auch Informationen darüber, welche Art von Objekt - ob real oder virtuell - damit verknüpft ist, ob Kunst, Immobilie, Mode, Musik, Zertifikat, ein Gegenstand in einem Online-Game usw.


Ebenso ist es möglich, dass ein einzelnes Objekt mit mehreren NFTs verbunden ist, im Sinne eines Anteilrechts. Auch der Fall einer Limited Edition ist denkbar, bei dem eine zahlenmäßig beschränkte Ausgabe von Objekten durch NFTs gesichert ist.


Man sieht daraus, das die Anwendungsmöglichkeiten von NFTs mehr oder weniger unbegrenzt sind, mit fließenden Übergängen zwischen der realen Welt und virtuellen Welten, wie zum Beispiel Metaverse, Cryptokitties oder Decentraland. Je nach Art eines NFT kann dessen Wert stabil bleiben, z.B. bei einem Zertifikat, oder variieren, wie bei einem Kunstwerk. Dies wird in der Regel durch Angebot und Nachfrage geregelt.


Wer kann NFTs erstellen und vermarkten?

So kann zwar prinzipiell jeder ein oder mehrere NFTs erstellen, vorausgesetzt, er nutzt eine Plattform wie z.B. OpenSea, jedoch muss das mit dem NFT verbundene Objekt - ob real existierend wie ein Sneaker in einer besonderen Edition, oder nur virtuell vorhanden wie ein digitales Bild - interessant und attraktiv genug sein, damit sich dafür Käufer finden.


Natürlich haben es Stars wie Madonna oder Sportler wie David Beckham leichter, NFTs zu vermarkten, aber es gibt auch genügend Beispiele von Normalsterblichen, die eine zündende Idee in Form eines NFT gut vermarktet und damit eine Menge Geld verdient haben. Auch Unternehmen haben das Potential von NFTs für den Verkauf und insbesondere auch für die Kundenbindung bereits erkannt und nutzen diese für Loyalty Programme.


Ebenso ist die Nutzung von NFTs als Zertifikat über die Echtheit oder die Besitzverhältnisse des verknüpften Objekts von wachsender Bedeutung. So registriert die Galerie König in Berlin beim Verkauf eines Kunstwerks dessen neuen Besitzer mittels NFT, was den Handel damit transparent macht und gerade bei Kunstauktionen, auf denen dieses angeboten wird, die Feststellung der Garantie der Echtheit erleichtert.

 

Vermarktung von selbst erstellten NFTs

Was die Möglichkeiten der Vermarktung von selbst erstellten NFTs angeht, sind hier vor allem Social Media-Kanäle wie Facebook, Instagram und Twitter als mögliche Marktplätze anzuführen. Bei einer hohen Anzahl an Followern steigt hier natürlich auch die Chance, Interessenten zu finden. Auch gibt es Plattformen wie Rarible und Nifty Gateway, die gezielt Versteigerungen von NFTs anbieten. Sie bieten dabei den Vorteil, dass potentielle Käufer dort gezielt nach NFTs mit bestimmten für sie interessanten Eigenschaften suchen.

 

Fazit

Auch wenn von NFTs häufig gesprochen wird, als seien diese selbst das virtuelle Kunstwerk, Musikstück usw., so sind sie eigentlich nichts anderes als die oben beschriebene Zahlenfolge und die darin genannten Informationen, die sich auf das damit verknüpfte Objekt und den Eigentümer beziehen. Ein NFT macht daher immer nur in Verbindung mit einem bestimmten virtuellen oder realen Objekt Sinn.


Es dokumentiert dabei so gut wie fälschungssicher die Echtheit des Gegenstands, dessen Unikat-Charakter bzw. Zugehörigkeit zu einer Limited Edition sowie auch das Besitzrecht des in der Blockchain eingetragenen Eigentümers. Jeder Weiterkauf wird durch das NFT dokumentiert. Welcher Art das NFT ist, ob Pixelbild, Traumhaus im Metaverse, Musik-Album mit VIP-Status usw., bleibt der Fantasie desjenigen überlassen, der beschließt, damit sein Glück bzw. seinen finanziellen Erfolg zu suchen.

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