Was sind NFT-Games: NFT-Gaming bzw. Blockchain-Spiele & Play-to-Earn einfach erklärt

Die wachsende Beliebtheit von Online-Games, die auf der Blockchain-Technologie basieren, ist einer der wichtigsten Faktoren für die immer größere Akzeptanz von NFTs, und damit auch für den steigenden wirtschaftlichen Umsatz, den diese weltweit generieren – Tendenz nach wie vor steigend.

 

Um den Unterschied zu den vorher üblichen Online-Spielen zu betonen, werden diese NFT-Games genannt. Tatsächlich hat die Einführung der Blockchain-Technologie in den Game-Sektor zu einer Revolution geführt, insbesondere bei den NFT-Games, die nach dem Play-to-Earn-Prinzip funktionieren. Diese werden auch häufig mit dem Begriff „GameFi“ umschrieben, einer Kombination aus „Gaming“ und „Decentralized Finance“ (auch „DeFi“ genannt). Damit wird auch auf die richtungsweisende Bedeutung der dezentralisierten Struktur der Blockchain-Technologie im Gaming-Bereich hingewiesen.

 

Dadurch eröffnen sich in Play-to-Earn-Games für Spieler, die vor allem gewinnorientiert vorgehen, neue Möglichkeiten: Wie bei NFTs, die sonst als Kryptokunst oder virtueller Mode auf einer Blockchain registriert sind, können Gamer auch über die in einem Spiel gewonnenen oder selbst geschaffenen NFTs frei verfügen. Dieser erweiterte Handlungsspielraum betrifft vor allem den Erwerb und den Handel mit Game-Assets und verbessert dadurch auch die Chancen, damit wirklich Geld zu verdienen und dieses auch außerhalb des Spiels zu investieren.


So gibt es in den Ländern, in denen NFT-basierende Spiele bislang die größte Community haben, wie in Asien – insbesondere Indien und Hongkong – aber auch in Südamerika sogar Gamer, die ihren Lebensunterhalt unter anderem auch mit dem Handel von NFTs verdienen, die sie entweder selbst gestaltet – z.B. Mode-Accessoires – oder erspielt haben, oftmals auch im Auftrag für andere Spieler. In einzelnen Fällen wurden mit dem Verkauf von Avataren mit besonders seltenen oder ungewöhnlichen Eigenschaften sogar Summen im sechsstelligen Bereich (US-Dollar) erzielt!

 

Als Vorreiter bei NFT basierten Games ist hier Enjin zu erwähnen, das zu den größten internationalen Spiele-Plattformen gehört. Enjin hat schon früh die Vorteile der Blockchain-Technologie erkannt und in ihr Ökosystem integriert, so dass Spieler dort ihre als NFTs registrierten Assets gewinnbringend monetarisieren können.

 

Auch hierzulande wird das Angebot an NFT- bzw. Blockchain-basierten Online-Games immer größer. Nicht jedes hat eine lange Lebensdauer; diese steht und fällt mit der Attraktivität der jeweiligen Play-to-Earn Möglichkeiten – und natürlich auch immer mit der Größe der Community, die es spielt und bereit ist, die angebotenen NFTs auch für höhere Beträge zu kaufen.


Im Folgenden wird dargestellt, worin NFT-Spiele sich auch sonst von herkömmlichen Online-Spielen unterscheiden und worauf es noch ankommt, damit der Wert von Game-NFTs möglichst lange erhalten bleibt. Abschließend finden Interessierte auch ein paar Informationen zu den Blockchains und der App-Technologie, die hinter den NFT-Games stehen.

Was ist der Unterschied zwischen Blockchain-Spielen und anderen Games?

Viele beliebte Online-Computerspiele funktionieren nach dem Prinzip, dass man als Spieler – z.B. bei Fortnite – für den eigenen Charakter oder Avatar erst Kleidung, Ausrüstung oder Waffen kaufen muss, um ihn erst zu personalisieren oder stärker zu machen, um die vorgegebenen Aufgaben zu bewältigen.


All diese gegen Geld erworbene Gegenstände gehören dem Spieler aber nur innerhalb des Games, d.h. er hat sie von den Betreibern gewissermaßen nur als Lizenz erworben, ohne Eigentumsrechte. Daher kann er sie weder aus dem Spiel exportieren noch außerhalb verkaufen, sie besitzen daher nur innerhalb des Spiels einen Wert. Auch hat ein Spieler keinen Einfluss darauf, ob ein Gegenstand durch eine Regeländerung seitens der Betreiber an Bedeutung verliert oder sogar unbrauchbar gemacht wird.

Was versteht man unter NFT-Gaming?

Um das Prinzip des NFT-Gamings und dessen Erfolg am besten zu verstehen, sollte man auch das „Play-to-Earn“ Konzept kennen. Damit werden Games bezeichnet, bei denen Spieler Challenges o.ä. Aufgaben erfolgreich bewältigt haben und dafür eine Belohnung erhalten. Diese fungiert dann meistens wie eine Eintrittskarte für das nächsthöhere Level.

Es handelt sich dann um sogenannte Utility Token, die eine Art Upgrade des Spielers bewirken. Je nach Genre kann der erspielte Reward auch ein bestimmter virtueller Gegenstand sein, den man entweder selbst verwenden oder auch weiterverkaufen kann. Die Belohnung kann auch Krypto-Geld sein. In jedem Fall handelt es sich immer um NFTs, über die der Besitzer frei bestimmen kann.

 

Alle Game-Assets sind als NFTs registriert

Blockchain-Games und besonders die Play-to-Earn Spiele funktionieren also vollkommen anders als die früheren Online-Games: Die hier erspielten oder selbst kreierten Objekte werden immer als NFT in der jeweils genutzten Blockchain registriert, mit allen typischen Besonderheiten der Tokenisierung: Dadurch sind sie nicht nur einzigartig – sie gehören auch tatsächlich allein demjenigen Spieler, der sie erworben hat.


Das schließt auch mit ein, dass der Gamer hier ein wesentlich größeres Mitspracherecht als sonst hat. Somit können die NFTs ohne die Zustimmung des Eigentümers weder kopiert, verändert oder zerstört werden. Ebenso kann dieser frei entscheiden, ob er diese gegen andere NFTs tauscht oder weiterverkauft – sogar, ob innerhalb oder außerhalb des NFT-Games.


Jedes NFT wird vom Spieler dazu in seiner Krypto-Wallet aufbewahrt, die daher eine zwingende Voraussetzung für den Erwerb und Handel von NFTs ist, und natürlich auch, um die im Spiel notwendige Kryptowährung darin zu verwalten.

 

Dezentrale Struktur der NFT-Games

Der entscheidende Unterschied zu traditionellen Videospielen, der den Spielern mehr Rechte einräumt, ist der Umstand, dass NFT-Video-Games dezentralisiert funktionieren. Das heißt: Nicht nur die Entwickler allein, sondern auch die Spieler haben Einfluss auf den Spielverlauf. Sie selbst entscheiden, was sie mit ihren NFT-Assets machen, wie viele sie kaufen oder erstellen und zu welchem Preis bzw. zu welchen Bedingungen sie mit ihnen handeln, um einen Gewinn zu erzielen.


Nur auf die Transaktionsgebühren, die beim Verkauf oder Tausch anfallen, haben die Spieler keinen Einfluss. Was auch nachvollziehbar ist, da die Spieleentwickler die Gaming-Plattform kreiert haben und anderen zur Verfügung stellen. Je nach den Spielregeln fallen solche Gebühren unter Umständen sogar bei jedem Weiterverkauf an, so dass die Betreiber mehrfach profitieren können. Jede geschäftliche Transaktion erfolgt dabei über automatisierte Smart Contracts.

Welche Kategorien von NFT-Games gibt es? 

NFT-Spiele unterscheiden sich grundsätzlich dadurch, wie ein Spieler den aktiven Zugang erhält. Sie können in zwei Gruppen aufgeteilt werden:


  • F2P (Free-to-Play): Sie stellen den geringeren Anteil bei NFT-Games dar. Hier steht dem Vorteil, dass man initial kein Geld ausgeben muss, um zu spielen, der Nachteil gegenüber, dass man kaum Geld dabei verdienen kann. Der Spaß steht hier also im Vordergrund.
  • P2E (Play-to-Earn): Dies ist der am weitesten verbreitete Typ von NFT-Games. Um hier spielen oder aktiv werden zu können, muss man zwar erst ein NFT kaufen, man kann dieses aber dann im Spielverlauf dazu nutzen, um selbst NFTs zu erzeugen und zu verkaufen.

Das Play-to-Earn Prinzip bietet folglich stärkere Anreize für User, sich zu engagieren, was auch bedeutet, dass sie bereit sind, anfangs darin auch Geld zu investieren: Hier wird der spielerische Faktor, den man dabei nicht vernachlässigen darf, mit der Aussicht auf Gewinn verbunden.

Wie funktioniert das Play-to-Earn Prinzip?

Während traditionelle Online-Spiele normalerweise nur mit einem kostenpflichtigen Abonnement gespielt werden können – bzw. nur das Einstiegslevel ist kostenlos –, ist bei einem NFT-basierenden Play-to-Earn-Spiel in der Regel ein einmaliger finanzieller Beitrag notwendig, damit man das Spiel überhaupt sinnvoll spielen kann – sprich: Spaß hat. Dieser auch In-Game-Kauf genannte Betrag wird in einer auf der Plattform üblichen Kryptowährung bezahlt.

Was man mit diesem Betrag erwirbt, ist letztendlich austauschbar und von Spiel zu Spiel verschieden: Ob ein Grundstück, um darauf ein Haus zu bauen, oder eine Basis-Figur, um in der Spielewelt agieren zu können – in jedem Fall dient das erworbene Asset dazu, am Spiel auch aktiv teilnehmen zu können, statt nur Besucher oder passiver Beobachter zu sein.

Aus diesem Grund werden Play-to-Earn Games gerne auch als Pay-to-Earn Games bezeichnet, weil jeder Spieler erst einmal selbst Geld investieren muss, um – hoffentlich – später diese Ausgabe wieder einzuspielen bzw. in Gewinn zu verwandeln.

Ist der aktive Einstieg in das NFT-Game einmal gemacht, dann eröffnen sich einem je nach den zugrunde liegenden Spielregeln verschiedene Optionen, um dort in irgendeiner Weise Fortschritte zu machen und aufzusteigen – sprich: Die Attraktivität des eigenen Avatars zu steigern oder die Eigenschaften eines virtuellen Gegenstandes, der auch ein Tier oder Monster sein kann, zu stärken und zu erweitern. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die auch miteinander kombiniert werden können.

Verbesserung des eigenen Status durch den Erwerb weiterer NFTs

Durch weitere, freiwillige In-Game-Käufe kann man gewissermaßen „aufsteigen“ – dies ist der einfachste und direkteste Weg, der aber weitere finanzielle Investitionen bedeutet. Die dazu notwendigen Assets – manchmal auch „Skins“ genannt – können dann direkt von den Betreibern des Games erworben werden, die sich damit eine lukrative Einnahmequelle erschließen.


Je nach Art des Spiels kann ein Gaming-Asset auch durch das Lösen von Aufgaben oder das Erreichen eines bestimmten Levels – zum Beispiel durch lang anhaltende Teilnahme bzw. den erfolgreichen Abschluss einer Mission erspielt oder freigeschaltet werden.


Wird die Game-Plattform durch Werbung mitfinanziert, ist auch denkbar, dass der Spieler Fragen zu einem Produkt beantworten oder sich ein Werbe-Video ansehen muss, um seine Belohnung zu bekommen. Dies mag am Anfang ganz ok sein, um von der Stelle zu kommen, bietet aber im Verlauf der meisten Spiele letztendlich nur geringe Möglichkeiten, um sich wirklich zu entwickeln.

 

Die spannendere Alternative zum Kaufen, die auch den spielerischen Charakter unterstützt, ist die Interaktion mit anderen Gamern. Häufig bieten Mitspieler eine größere Vielfalt und auch wesentlich originellere NFTs zum Kauf oder Tausch an, als die vom System offerierten Standard-NFTs. Die Suche nach einem tollen Asset kann so selbst zu einem interessanten Erlebnis werden. 


Alle Transaktionen mit anderen Gamern können dabei entweder auf einem internen NFT-Marketplace stattfinden, oder auf einer anderen Handelsplattform. Ist man sich schließlich einig über den Preis oder auch das Tauschgeschäft, wechselt das NFT den Besitzer. Wie bereits erwähnt, wird in der Regel spätestens dann eine Art Fee oder Gebühr fällig, die an den Erfinder des Spiels in einer akzeptierten Kryptowährung entrichtet werden muss.

 

Der Weg (zum eigenen NFT) ist das Ziel

Noch interessanter – und natürlich auch zeitintensiver – ist es, ein NFT selbst herzustellen, das den eigenen Vorstellungen genau entspricht. In vielen NFT-Games muss man dazu erst einen bestimmten Rohstoff gewinnen, diesen anschließend verarbeiten usw. – bis zum fertigen Produkt. Dieser Prozess lässt sich beliebig verlängern und verkomplizieren, indem er auch mit bestimmten Aufgaben bzw. Hindernissen kombiniert wird, die auf dem Weg zum fertigen NFT erst bewältigt werden müssen.


So kann einem Spiel auch der Charakter eines Abenteuers (Quest) oder einer Challenge verliehen werden. Bei Axie Infinity treten die selbst entwickelten Kreaturen in Wettkämpfen gegeneinander an, ein Sieg steigert dann den Wert des NFTs. Sinn der Play-to-Earn Games ist also, dass man selbst aktiv wird und entweder eigene, möglichst interessante Assets kreiert, die einen Abnehmer finden, oder sich auf die Suche nach besonderen, möglichst seltenen NFTs begibt, um diese zu besitzen oder am Ende sogar zum Händler zu werden ...

 

Anfänger, die noch nicht wissen, wie man erfolgreiche NFTs kreiert und mit diesen handelt, um damit einen Profit zu erwirtschaften, können sich in manchen Spielen sogar Ratschläge von einem erfahrenen Spieler holen oder bei diesen eine Art Training absolvieren. Natürlich nicht umsonst, sondern gegen eine Gebühr oder eine Beteiligung am späteren Umsatz.

 

NFT-Sonderform Lootboxes

So beliebt wie auch umstritten sind sogenannte Lootboxen, die vor allem in kostenlosen NFT-Games von den Betreibern verkauft werden und einen wesentlichen Anteil am Umsatz mit In-Game-Käufen haben: Dieser lag 2021 in Deutschland bei 4,24 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich – vergleichbar den Überraschungseiern – um Pakete, die virtuelle Gegenstände enthalten, die ein Gamer erwirbt, in der Hoffnung, dass sie tolle, wertvolle oder sonst irgendwie interessante NFTs enthalten, die ihm irgendeinen wichtigen Fortschritt im Spiel bringen.


Wie bei Losen ist die Gefahr, dass sie nur Nieten – sprich: uninteressante oder wertlose NFTs – enthalten, die keinerlei Nutzen bringen, ziemlich hoch. Lootboxen sind also nur etwas für Leute, die sich für Glücksspiele interessieren oder eine Art Abkürzung im Spiel suchen, um Erfolg zu haben, und sie können erwiesenermaßen süchtig machen.

Warum gibt es einen erkennbaren Unterschied zwischen intern & extern erworbenen NFT-Game-Assets?

Jedes NFT-Game bzw. Metaversum – denn diese zählen im weiteren Sinne ebenfalls dazu – hat seinen eigenen Stil. Er zeigt sich in der Optik der Spiele-Charaktere, wie auch der Assets. Folglich kann man auch erkennen, wenn ein NFT aus einem anderen Game stammt.


So fällt beispielsweise ein Token, das in The Sandbox kreiert wurde, durch seinen unverkennbaren Voxel-Stil in einer anderen Game-Umgebung wie Decentraland, die ähnlich funktioniert, aber ganz anders gestaltet ist, sofort auf. Die Nicht-Fungibilität bewahrt also auch die optische Erscheinung der Token bei einem Transfer.

Das kann mitunter zu kuriosen Stil-Mixen führen: Ein Spieler sammelt in der Gamewelt A limitierte, seltene NFTs von Mode-Labels, die dort einen Shop unterhalten. Er beschließt, z.B. weil viele seiner Freunde sich in der Gamewelt B aufhalten, nach dort umzuziehen. Er möchte aber weder seine Sammlung zurücklassen, noch verkaufen, und beschließt daher, seine NFT-Sammlung mit umzuziehen.

Damit entsteht nun folgende Situation: Aufgrund der Nicht-Fungibilität behalten seine NFTs beim Umzug auch die bisherige Optik. Da die Welt B aber eine ganz andere Stilistik hat als A, fallen diese nun deutlich auf. Fazit: Auch wenn NFT-Games die gewissermaßen freie Zirkulation von Token ermöglichen, stellt sich die Frage, ob das Ergebnis immer optimal ist ...

Zum Abschluss noch ein paar Basics: Die wichtigsten Standards für NFT-Spiele

Die harte, aber unverzichtbare Basis, auf der die vielen verschiedenen Play-to-Earn Games basieren, sind natürlich die Blockchains, die bei der Tokenisierung eingesetzt werden – hier gibt es durchaus Unterschiede, welche auch Einfluss auf die Nutzung der NFTs haben können.

 

Zum anderen gilt dies auch für die dabei zum Einsatz kommenden dApps. Deren Konzeption bestimmt zum Beispiel auch die Wahl der Endgeräte, auf denen das Blockchain-Game gespielt werden kann.

 

Web- oder Mobile-basiertes NFT-Spiel?

Blockchain-Spiele, die auf Mobiltelefonen laufen, sind im Trend. Trotz ihrer im Vergleich zu einem Laptop-Bildschirm deutlich kleineren Spieloberfläche machen Handys als Gaming-Devices den „Großen“ starke Konkurrenz. Laut einer Statistik von MarketWatch hat der Mobile-Markt bei Spielen gegenwärtig einen Anteil von etwa 48 Prozent.

Die Gründe dafür sind unter anderem: Nicht jeder besitzt eine Playstation oder Xbox – hingegen nutzt fast jeder ein Smartphone, das mittlerweile viele Funktionen eines Computers bietet. Da gerade auch Videos zunehmend über Social Media Kanäle angesehen werden, ist es von da kein großer Schritt mehr zu Mobile-basierten NFT-Games.

 

Dahinter steht eine komplexe Technologie, die es den Entwicklern leichter macht, Games zu konzipieren, die nahtlos über verschiedene Endgeräte genutzt werden können – genannt: PWA – Progressive Web Apps. Ihre besondere Eigenschaft ist es, dass sie mit verschiedenen Browsern genutzt werden. Streng genommen ist die Bezeichnung als App also missverständlich, denn PWAs müssen nämlich im Unterschied zu sonstigen Apps nicht heruntergeladen und installiert werden, sondern werden über einen Link geöffnet. Gemeinsam mit Apps ist nur das App-ähnliche Erlebnis für den Benutzer.


„Progressive“ steht dabei für die Besonderheit, dass PWAs unabhängig vom jeweiligen Betriebssystem wie iOS, Android oder Windows sowie unabhängig vom Browser und von jedem Benutzer verwendet werden können. Die darüber aufgerufenen Webseiten werden nicht nur schnell geladen, was gerade beim Gaming wichtig ist, sondern lassen sich auch genauso bedienen.

 

Die wichtigsten Blockchains, mit denen NFT-Games funktionieren

Da Blockchain nicht gleich Blockchain ist, und diese gewissermaßen das Rückgrat aller NFT-Games bilden, seien abschließend die drei zur Zeit wichtigsten NFT-Standards inklusive ihrer Besonderheiten für Play-to-Earn-Spiele erwähnt. Es sind – kaum überraschend – Ethereum, Flow und Tezos, doch daneben gibt es natürlich auch weitere.  Die drei hier beschriebenen Blockchains sind deshalb so wichtig, weil sie Standards gesetzt haben, die nach wie vor eine weitreichende Gültigkeit bei der Generierung von NFTs besitzen.

 

Ethereum Blockchain

Die Ethereum Blockchain ist immer noch die beliebteste, um NFTs gleich welcher Art zu generieren, allerdings hat die Beliebtheit auch einen hohen Preis: Dieser lag Mitte 2022 bei 80 USD pro NFT! Ethereum stellt für NFTs vier Standards zur Verfügung:

 

  • Am populärsten ist der ERC 721 Standard – er wird genutzt, um Krypto-Kunst, Musik usw. in NFTs umzuwandeln.
  • Der ERC 998 Standard ist vor allem dazu geeignet, ganze Gruppen von Assets zu handeln – Kollektionen, Portfolios etc. – und mit einer einzigen Transaktion (Single Transfer of Ownership) zu verkaufen.
  • Der ERC 1190 Standard wurde speziell dazu entwickelt, um dem Urheber eines NFTs Tantiemen zu sichern, die fallen dann bei jedem Weiterverkauf an und werden per Smart Contract automatisch an ihn überwiesen.
  • Der ERC 1155 Standard wird schließlich vorwiegend bei der Konzipierung von Spielen genutzt, in denen NFTs als In-Game Objekte zum Sammeln und Tauschen erzeugt werden, wie es typischerweise in Play-to-Earn Games der Fall sind.

Flow Blockchain

Die Flow Blockchain wurde mit dem Ziel entwickelt, die Skalierung von NFT-basierten Anwendungen zu verbessern, um den Spielfluss aufrecht zu erhalten, wenn viele Gamer gleichzeitig online sind. So stellte anfangs die plötzlich wachsende Beliebtheit der CryptoKitties die Ethereum-Blockchain vor Probleme, da damit die Skalierbarkeit nicht gegeben war, um den Ansturm zu bewältigen.


Die Flow Blockchain verwendet dazu eine Multi-Node-Architektur, die solche plötzlich steigenden Auslastungen besser bewältigt. Dazu stellt sie skalierbare Smart Contracts bereit, die zudem zuerst nur als Beta-Version laufen, bis sie sich bewährt haben, so dass die Urheber also mit der Funktionalität einverstanden sind und diese veröffentlichen.

 

Tezos Blockchain

Der besondere Vorteil der Tezos Blockchain gegenüber den beiden vorher genannten liegt in der deutlichen Minimierung des Risikos von sogenannten Hard Forks. Dabei wird eine Blockchain in zwei getrennte aufgespaltet, die bis zum Zeitpunkt des Forks identisch sind. Dies führt dann dazu, dass – unbeabsichtigt – eine neue Kryptowährung entsteht, was hier allerdings keinen Vorteil bedeutet, da meistens Instabilität die Folge ist und auch entsprechende dApps neu ausgerichtet werden müssen. 


Die Tezos Blockchain wird auch als „Self-Amending“ – sich selbst verbessernd – bezeichnet. Damit ist gemeint, dass ein Upgrade-Prozess ohne Zustimmung aller Nodes erfolgen kann, was früher bzw. bei vielen anderen Blockchains der übliche Fall ist.


Für NFT-Game-Entwickler bietet Tezos zudem nicht nur den weiteren Vorteil niedrigerer Fees: Der dafür verwendete FA2 Standard – auch als TZIP-12 bekannt – unterstützt ganz unterschiedliche Token und bietet dadurch mehr Flexibilität bei der Entwicklung von Spielen.

Ausblick: Originelle NFT Spielidee schlägt x-te Kopie

Voraussetzung für den langanhaltenden Erfolg eines Play-to-Earn NFT-Games ist selbstsagend immer eine zündende, originelle Spielidee, die nicht die x-te Kopie eines bereits erfolgreichen Online-Spiels ist, das im Grunde dieselben Möglichkeiten bietet.

Natürlich kann man sich als Entwickler immer von Vorbildern inspirieren lassen und sogar versuchen, beim Design eines neuen Spiels bestimmte Features weiter zu verbessern oder noch interessanter zu machen – kurz gesagt: all das zu integrieren, was man dort vermisst hat oder nicht als optimal gelöst empfindet.

Nicht nur die komplexe NFT-Games im sogenannten AAA-Format (auch Triple A Spiele genannt – abgeleitet von der höchsten Bewertung, die von Ratingagenturen vergeben wird) garantieren einen Erfolg: auch mit lustig gezeichneten Katzen lässt sich Geld verdienen. Die anhaltende Beliebtheit der CryptoKitties ist der Beweis dafür.

Welche Formen NFT-Games haben können, wird in diesem Artikel mit einer einer Aufstellung von besonders beliebten oder originellen Blockchain-Spielen gezeigt.

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