Bedeutung von NFTs im Metaverse – die interessantesten Blockchain-Projekte

Was liegt näher, als virtuelle Assets in NFT-Form genau dort zu erleben oder zu zeigen, wo sie aufgrund ihrer „Natur“ am besten zur Geltung kommen – nämlich in einem Metaverse? Natürlich kann man NFTs – z.B. in Form von Kunst oder angesagter Mode – auch zuhause allein am Bildschirm betrachten, aber der Spaßfaktor ist deutlich größer, wenn diese auch von anderen gesehen und bewundert werden, insbesondere dann, wenn man selbst der Schöpfer ist und sie vor allem auch noch verkaufen möchte.


Den idealen Rahmen dafür bildet eine passende virtuelle Erlebniswelt, die viele Gleichgesinnte besuchen, um sich dort zu treffen und auszutauschen und um mit NFTs auch zu handeln. Blockchain-basierende Metaverses wie Decentraland und Sandbox stellen für all diese Funktionen geeignete „Orte“ dar, an denen genau dieses und mehr möglich ist. Sie und weitere interessante Meta-Welten inklusive der dort interessantesten NFT Drops werden im Folgenden vorgestellt.


Was versteht man eigentlich unter einem bzw. dem Metaverse?

Wann immer der Begriff Metaverse oder auch Metaversum fällt, passiert das meistens im Zusammenhang mit den Namen Facebook und Microsoft – doch die (virtuelle) Realität sieht wesentlich vielfältiger aus: Während diese Konzerne darunter vor allem die Vernetzung ihrer eigenen Dienste in einer übergeordneten – wortwörtlich „Meta“ – Welt verstehen, meint Metaverse im landläufigen Sinne die Summe aller virtuellen, digitalen Erweiterungen des realen Lebens, einschließlich dem Internet. Daraus folgt, dass das Metaverse nicht begrenzt ist, sondern mit jeder neuen virtuellen Welt, die wiederum für sich genommen jeweils ein eigenes Universum bildet, wächst.


Bekannte Vorläufer des Metaverse

Obwohl das Wort Metaversum bereits Anfang des 20. Jahrhunderts zum ersten Mal auftauchte, wurde es erst mit den Science-Fiction-Romanen von Neal Stephenson und William Gibson in einem Zusammenhang verwendet, der dem heutigen Metaverse entspricht.


In seinem 1992 erschienenen Buch „Snow Crash“ bezeichnet Stephenson damit eine virtuelle Welt, die eine Mischung aus Internet und einem Massive Multiplayer Online Role Playing Game – MMORPG – ist, in der sich die Teilnehmer mittels Avataren bewegen.


Eine ähnliche virtuelle Welt beschrieb William Gibson bereits in den 1980er Jahren in seiner „Neuromancer“-Trilogie mit dem Begriff Cyberspace. Die Vorstellung einer nur auf Simulationen bestehenden Welt wurde natürlich auch im Kino in SF-Filmen wie „Ready Player One“ von Steven Spielberg verarbeitet.

Zu den bekanntesten Vorläufern der heutigen Metaverse-Plattformen gehört vor allem Second Life, das 2003 von dem Linden-Lab-Gründer Philip Rosedale ins Leben gerufen wurde.


Auch im SL können Spieler frei agieren und selbst alle möglichen Gegenstände erzeugen und darüber verfügen – jedoch war es dort auch möglich, andere Avatare zu hacken und deren Besitztümer zu stehlen. 


Hier zeigt sich bereits der große Vorteil und das Besondere von Blockchain-basierenden Plattformen: Da diese als Non-Fungible Token existieren, sind die Eigentumsverhältnisse eindeutig und ein Diebstahl so ziemlich ausgeschlossen.


Andere beliebte Vorläufer des Metaverse sind Videospiele wie RuneScape sowie Roblox, Fortnite und Minecraft, die allerdings immer Rollen-basiert und damit geschlossen sind.

Wie funktionieren Decentraland und Co.?

Das Besondere an einer virtuellen Welt wie z.B. Decentraland ist, dass sie eine sogenannte Dezentrale Autonome Organisationsstruktur (DAO) hat. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass sie über eine Blockchain organisiert und verwaltet werden – im Unterschied zu bekannten virtuellen Spielwelten, wie z.B. Minecraft, die zwar als Vorläufer gelten, aber in der Regel allein von deren Entwicklern oder Inhabern gesteuert werden. Vor allem aber fehlt jenen das alles entscheidende Merkmal der Nicht-Fungibilität bzw. der Einzigartigkeit der Assets.


Bei einem Metaverse haben hingegen die Spieler oder Teilnehmer die Kontrolle darüber, was passiert: Sie haben nicht nur ein Stimmrecht bei wichtigen Entscheidungen, sondern können dort eigene Ideen verwirklichen, statt nur aus einer Reihe von Möglichkeiten zu wählen. So können sie dort auch ihre eigenen NFTs entwickeln und verkaufen oder auch selbst NFTs von anderen Mitspielern kaufen.


Die Verkäufer können sogar real existierende Unternehmen sein, die dann in einem Metaverse einen virtuellen Shop betreiben. Die dort gehandelten NFTs können dabei die Schnittstelle zwischen real existierenden Objekten – z.B. Mode – und deren digitalen Entsprechungen bilden, wobei das Eigentumsrecht per NFT bzw. Smart Contract gesichert ist.


Wie auch im echten Leben braucht man in einem Metaverse Geld, um seinen Spaß zu haben bzw. um dort aktiv zu werden – hier ist es die jeweilige verfügbare Kryptowährung bzw. sind es die Token, die man für alle Transaktionen nutzt.


Im Folgenden werden die aktuell bekanntesten und beliebtesten Metaverses vorgestellt, einschließlich der wichtigsten bzw. interessantesten NFT-Projekte, die dort von Krypto-Designern oder angesagten Labels kreiert wurden.


Decentraland

Decentraland gehört aktuell zu den beliebtesten und am weitesten verbreiteten Metaversen. Wie der Name bereits sagt, handelt es sich um eine dezentralisierte 3D-Plattform – dezentralisiert, weil sie durch ein Netzwerk von mehreren verteilten Servern betrieben wird, das auch die Voraussetzung für eine Blockchain ist. Gewissermaßen das Fundament von Decentraland bildet eine Blockchain-Plattform, die auf dem Ethereum-Netzwerk basiert.


Zu den Gründern von Decentraland gehören die beiden Argentinier Ari Meilich, jetzt CEO von Big Time Studios, und dem Software-Entwickler Esteban Ordano. Zur Gründungszeit 2015 stellte Decentraland sich als ein zweidimensionales gepixeltes Raster dar, erst 2017 erhielt es das dreidimensionales Erscheinungsbild, wie es gegenwärtig der Fall ist.


Mittels Web-Browser (Google Chrome oder Mozilla Firefox) bzw. Windows-Applikation kann man sich auf dem Bildschirm wie in der realen Welt fortbewegen. Mobile Endgeräte werden (noch) nicht unterstützt, der Besuch von Decentraland mit einer VR-Brille ist angeblich in Entwicklung. Decentraland ist damit sowohl eine typische virtuelle Unterhaltungsplattform, wie auch ein beliebter Marktplatz für Business-Ideen, auf dem kreative User die Chance haben, ihre NFTs zu Geld zu machen.

 

Stil der Avatare in Decentraland

Stil und Aussehen der Avatare von Decentraland lassen sich beliebig und auch nachträglich ändern, auch was die Haut- und Haarfarbe angeht. Insgesamt ist die Darstellung insofern realistisch, dass Körperproportionen und -formen den natürlichen nachempfunden sind, wenn auch in einer reduzierten Weise. Dies zu wissen, ist gerade dann wichtig, wenn man für diese zum Beispiel „Wearables“ – Mode und Accessoires in NFT-Form – kreieren will, die vom Stil her zu Decentraland passen.

 

Zugang zu Decentraland

Zuerst ein paar Worte zur virtuellen „Geographie“ von Decentraland: Jedes LAND Token ist definiert durch 3 Ebenen oder Layer, die es erst non-fungible machen: Die unterste Ebene bildet die Konsensschicht, die enthält seine eindeutigen Koordinaten auf der virtuellen Landkarte sowie Informationen über die Eigentümer, so wie bei jedem typischen Blockchain-generierten NFT.


Gewissermaßen darüber liegt eine Inhaltsebene, welche die Dateien enthält, die zum Rendern des Landstücks und damit für seine optische Erscheinung erforderlich sind. Und schließlich kommt noch die sogenannte Echtzeitschicht bzw. der Real Time Layer hinzu, mit dem es erst möglich ist, darauf als Avatar zu agieren bzw. mit anderen zu interagieren.


Wer Decentraland einmal unverbindlich besuchen möchte, braucht dazu nicht unbedingt erstmal Geld auszugeben, denn es handelt sich nicht um ein Pay-to-Play Metaverse. Allerdings ist es wie so häufig der Fall: Der erste Eindruck ist umsonst, wer mehr will im Sinne von aktivem Erleben, muss sich dort registrieren. Das bedeutet: ohne Kohle – sprich: ein Wallet mit ein paar Coins der Kryptowährung MANA – kriegt man nichts.

 

Decentraland und seine NFTs

Decentraland besteht aus etwas mehr als 90.000 Parzellen Land, die als LAND bezeichnet werden. Jedes einzelne LAND ist 16 x 16 Meter groß und wird durch einen eigenen NFT grafisch repräsentiert. Um LAND Token zu kaufen, braucht man die Decentraland Kryptowährung MANA, ein sogenanntes ERC-20 Token (ERC steht dabei für „Ethereum Request for Comments“, die Zahl 20 für die Identifikationsnummer), das dessen Funktionsweise in der Ethereum Blockchain definiert. Dies sind die beiden von Decentraland vorgegebenen Non-Fungible Token.


Durch den Kauf von einem oder mehreren LAND NFTs wird man dessen Besitzer, d.h. man kann selbst entscheiden, was man damit anstellt. Content Creatoren können darauf beispielsweise ihr Traumhaus verwirklichen und darin wohnen und es mit weiteren NFTs einrichten, die sie entweder selbst erstellen oder von anderen Decentraland Bewohnern kaufen, einen Shop für ihre NFTs hinstellen, oder wie ein Unternehmer Immobilien darauf bauen, um diese anschließend weiterzuverkaufen.


Um einen Eindruck davon zu vermitteln, wie begehrt Decentraland LAND Token sind: 2017, während der Beta-Phase von Decentraland, kostete eines davon nur 20 US-Dollar, zwischen 2020 und 2021 belief sich der Preis für die begehrtesten NFT-Immobilien in Decentraland bereits über mehr als 100.000 US-Dollar.


Der Decentraland Marketplace für NFTs

Auf dem Decentraland Marketplace können User interessante NFTs kaufen und natürlich selbst kreativ werden und ihre eigenen Kollektionen anbieten. Für Käufer gibt es hier mittlerweile eine ganze Reihe von Shops bekannter Marken.


Vor allem
Modelabels haben den NFT-Markt von Decentraland entdeckt. Schließlich möchten auch Avatare, die nur aus Pixeln bestehen, ihren individuellen Stil durch Klamotten und Accessoires zum Ausdruck bringen – hier „Wearables“ genannt.


Zu den bekanntesten Marken, die auf Decentraland vertreten sind, gehört der Hersteller von Luxusgütern Louis Vuitton, wie auch das britische Traditionsunternehmen Burberry sowie das italienische Modelabel Gucci. Passend dazu hat auch das international bekannte Mode-Magazin Vogue eine virtuelle Dependance gegründet und dazu auch eine eigene Serie mit Top-Model Gigi Hadid als NFT produziert.


Auch junge Designer haben in Decentraland die Möglichkeit, mit relativ wenigen Mitteln ihre eigene Kollektion zu entwickeln und dort einem interessierten Publikum vorzustellen, und um zahlungskräftige Käufer zu finden – ob als reine NFT-Mode, als reales Kleidungsstück oder eine Kombination aus beidem.

Als sogenannte One-Stop-Solution – eine Business-Form, bei der alle Produktionsschritte von den Kreativen selbst gemanagt werden: vom Entwurf bis zur Herstellung und dem Verkauf – ist der finanzielle Aufwand bei der Erstellung reiner NFTs geringer, als ein Kleidungsstück, das zuerst aus echtem Stoff geschneidert werden müsste.


Dies ist gewissermaßen der umgekehrte Weg, wie ihn bekannte Marken normalerweise gehen, die eine Kollektion zuerst einmal in der Realität entwerfen und dann herstellen lassen, um sie auf einer Modenschau zu präsentieren.


Dass NFT-Mode funktionieren kann, zeigt die Story von Hirito Kai – mit bürgerlichem Namen Noah – der aus New Hampshire stammt und als typischer Vertreter eines NFT-Modeschöpfers gelten kann:


Hirito entwirft Mode, die von japanischer Kleidung inspiriert ist und die sich mittlerweile in Decentraland so gut verkauft, dass er seinen Job im echten Leben aufgegeben hat. Beispiele kann man auf seinem Instagram Account ansehen.

The Sandbox

The Sandbox wurde vom Pixowl Mobile Games Studio für iOS und Android entwickelt und 2012 veröffentlicht. The Sandbox basiert auf der Game Alliance Blockchain und ist wie Decentraland ein virtuelles 3D-Metaversum, das dezentralisiert funktioniert. Neben der Funktion als eine Art Videospiel ist es auch eine Community für Mitglieder, um sich dort zu treffen und auch gemeinsam etwas zu erleben.


Das ursprüngliche Ziel bei der Entwicklung von The Sandbox war, eine Konkurrenz zu Minecraft anzubieten – mit dem entscheidenden Unterschied, dass Gamer hier Gegenstände, die sie für das Spiel nutzen möchten, selbst kreieren können. Wie bei Decentraland gibt es eine eigene Währung – SAND genannt – sowie Land-Token, die ebenfalls LAND heißen. Bis 2022 war der Zugang zur Sandbox Plattform stark begrenzt, nur VIP-User mit einem Alpha-Pass konnten die virtuelle Umgebung nutzen. Seit März 2022 ist The Sandbox für jeden offen zugänglich.

 

Stil der Avatare von The Sandbox

Die 3D-Welt und die Avatare von The Sandbox sind im Voxel-Stil gehalten (das Wort Voxel bezeichnet ursprünglich einen Punkt in dem dreidimensional dargestellten Gitter einer Computer-generierten Grafik, die aus Polygonen besteht). Optisch wirken Figuren und Gegenstände, die aus Voxeln aufgebaut sind, wie aus rechteckigen Klötzchen verschiedener Größen und Formen zusammengesetzt, ähnlich wie Lego-Steine. Mit steigender Größe verlieren sie ihre naiv-kindliche Erscheinung und lassen komplexere und realistischere Avatare zu.

 

Was ist der VoxEdit?

Das Tool, um Charaktere und Objekte im Voxel-Stil zu kreieren, heißt VoxEdit. Er nutzt die Ethereum-Sidechain Polygon, doch gibt es – z.B. je nach NFT-Plattform – noch verschiedene weitere Voxel-Softwares, um NFTs in dieser Form zu bauen; zu den bekanntesten Editoren gehören: MagicaVoxel, Mega Voxels Play, Qubicle, VoxEdit und Blender, um nur einige Namen zu nennen.

 

Grundlegende NFTs von The Sandbox

Die Sandbox-eigene Kryptowährung wird „SAND“ genannt. SAND und das LAND-Token basieren auf dem ERC-721 Standard – Abkürzung für „Ethereum Request for Comments“ – mit dem bereits die Cryptokitties erstellt wurden. Damit weist sich auch The Sandbox als ein Metaversum aus, das auf der Ethereum-Blockchain basiert.


Ein LAND Token hat die Größe von 96 x 96 Metern und 128 Meter Höhe. 9, also 3 x 3 Parzellen LAND bilden einen ESTATE (Small). Im Voxel-Stil entspricht 1 Meter 32 x 32 x 32 Voxel. Die maximale Zahl von LAND Token ist auf genau 166.464 begrenzt. Um ein oder mehrere LANDs zu erwerben, müssen Spieler an einem der streng limitierten Vorverkäufe teilnehmen. Die erste Runde fand 2019 statt, dabei waren 3.000 Token bereits nach ungefähr vier Stunden verkauft.

LAND Token sowie von Usern darauf selbst erstellte NFTs werden auch außerhalb von The Sandbox, auf OpenSea gehandelt.


Wer LAND besitzt, hat den Vorteil, von prominenten Nachbarn in Form von Kooperationen profitieren zu können. Zu diesen gehören mittlerweile Unternehmen wie adidas und Warner Music Group, aber auch bekannte Musiker wie Richie Hawtin und Snoop Dogg und andere bekannte Comic-Figuren, z.B. Shaun das Schaf, die Schlümpfe und Hellboy.


Das dritte Sandbox NFT ist das ASSET Token: Damit werden solche NFTs bezeichnet, die In-Game-Gegenstände sind, also für ein Spiel wichtige Gegenstände oder Ausrüstungen für Avatare, aber auch Tiere, Maschinen, Fahrzeuge usw. Sie können alle als ERC1155-Token (ASSETS) in der Ethereum-Blockchain registriert und auf dem Sandbox Marktplatz gehandelt werden.

 

Wie verdient man in The Sandbox mit eigenen NFTs Geld?

Mit Hilfe eines der bereits erwähnten Voxel Editoren können User auch außerhalb von The Sandbox NFT Assets erstellen und dann importieren, um sie auf dem Marktplatz anzubieten. Ganz im Sinne der ursprünglichen Funktion von The Sandbox als Spiel können NFTs auch eigene Spiele sein, die z.B. mit dem „Game Maker“ erstellt werden können. Bei jedem Verkauf erhält Pixowl 5 Prozent der generierten Einnahmen.


Die typischen auf Sandbox gehandelten ASSETs lassen sich in folgende Bereiche einteilen, wobei weitere Formen nicht ausgeschlossen sind:

 

  • Entities: Kreaturen, besondere Avatare, Tiere sowie nicht-spielbare Charaktere, sog. NPCs

  • Equipment: Waffen, Werkzeuge und andere typische Ausrüstungsgegenstände

  • Wearables: Kleidung und andere Assets, die das Aussehen des Avatars verändern

  • Kunst: Dekorative (Einrichtungs-) Gegenstände

  • Blocks: Elemente, welche die Landschaft verändern, z.B. Sand, Wasser – auch in ungewöhnlichen Farben

 

Kollaborationen bekannter Marken

Adidas hat vor Kurzem eine besondere Linie an Sportswear veröffentlicht, die Käufer, welche auch in The Sandbox registriert sind, per NFT dazu einlädt, dort an der Gestaltung weiterer spezieller Produkte mitzuwirken. Die ist nur ein Beispiel, wie man als Normalsterblicher mit großen Brands in Kontakt kommen und seine ganz eigenen Qualitäten als Gestalter von NFTs unter Beweis stellen kann.


Andere interessante NFT-basierende Metaverse-Plattformen

Auch wenn Decentraland und Sandbox – gemessen an der Zahl der dort registrierten User – zur Zeit die größten virtuellen Universen sind, die mit NFTs funktionieren, so gibt es daneben eine Reihe weiterer Blockchain-basierter Metaverse-Plattformen, auf denen Kreative ihre eigenen NFT Assets entwickeln und damit handeln können. Zwar funktionieren viele beliebte Browsergames mittlerweile mithilfe einer eigenen Blockchain, jedoch können Spieler dort in den wenigsten Fällen ihre eigenen Assets (Tools, Avatare etc.) integrieren, stattdessen müssen sie aus einem fixen Angebot an Charakteren usw. auswählen. Insofern hat sich bei den Gaming-Möglichkeiten unter dem Strich wenig geändert.


Die hier vorgestellten, relativ neuen Metaverse-Plattformen hingegen sind interessant, weil sie Kryptokünstlern gerade ihre künstlerische Freiheit lassen und in dem Sinne „offene“ virtuelle Welten sind.

 

Wilder World

Für NFT-Kreative, die Wert auf ein anspruchsvolles Design ihrer Assets legen, ist auf jeden Fall die Wilder World Plattform interessant: Die Grafik und die damit verbundenen Möglichkeiten beim NFT-Design gehören zum Besten, was in einer virtuellen Welt gegenwärtig verfügbar wird. Die NFT-Kunst von Wilder World sind hochauflösende, plastische Grafiken in fotorealistischer Darstellung, die auch animiert sein können – eine spannende Mischung aus Hyperrealismus und Mixed Reality.


Aus diesem Grund ist Wilder World auch so beliebt bei Crypto Artists, die einen adäquaten dezentralen Marktplatz für hochwertige NFTs aus den Bereichen Kunst inklusive Fotografie, aber auch Mode und Technologie für ihre Kreationen nutzen möchten. Die Plattform schließt auch die Möglichkeit mit ein, dort eigene NFT Games nach dem Play-to-Earn Prinzip zu konzipieren.


Die Hauptstadt von Wilder World heißt Wiami, natürlich angelehnt an Miami, dort können User – Wilders genannt – eine virtuelle Stadtrundfahrt in Form eines Autorennens unternehmen, um den Lifestyle und das besondere Flair der Wilder World zu genießen. Wilder World basiert auf der Ethereum Blockchain sowie auf Unreal Engine 5, einer starken Spiel-Engine von Epic Games, sowie der ZERO- oder zSpace-Technologie – starke Voraussetzungen also, um dort eigene komplexe NFTs zu kreieren.

 

Enjin

Die Enjin Blockchain-Plattform sieht sich als ein ganzheitliches Ökosystem, um digitale non-fungible tokenisierte Assets zu erstellen, zu speichern und damit zu handeln. Der Fokus von Enjin liegt dabei auf Gaming, allerdings lässt sich auch jede andere Art von NFT dort generieren.


Enjin besitzt zwar eine eigene Währung, den Enjin Coin – kurz ENJ –, betreibt aber selbst keine eigene Blockchain, sondern nutzt dazu Ethereum mit dem ERC20-Token. Der Vorteil liegt darin, dass Enjin dadurch plattformübergreifend kompatibel ist und sämtliche Vorteile nutzen kann, die dieser Standard mit sich bringt, dazu gehört z.B. auch dessen Verwendbarkeit für Smart Contracts.


Ein weiterer Vorteil der Enjin-Plattform ist, dass sie über ihre öffentlich zugänglichen Programmierschnittstellen- (API) und Software Development-Kits (SDK) viele Funktionen bereitstellt, mit denen User ihre eigenen NFT-Assets herstellen und diese hier, aber auch anderswo vermarkten können: u.a. Unity, Java und Godot. Auf dem integrierten Marktplatz können diese dann verkauft werden, er wird dabei unterstützt durch diese Features:

 

  • Der Enjin Beam ist ein System, mit dem User per QR-Code-Scan eine große Anzahl an NFTs auf einmal verteilen können.

  • Die Smart Wallet verbindet sich nahtlos mit Spielen wie auch Apps.

  • Das eigene Skalierungsprogramm Efinity ermöglicht außerdem kostenlose, schnelle Transaktionen mit ERC-20 sowie auch dem ERC-1155 Token.

Zu den bekanntesten Unternehmen, die mit Enjin zusammenarbeiten, gehört unter anderem BMW: Kunden, die die BMW Vantage-App nutzen, können damit BMW Coin-Prämienpunkte in Enjin Coins umwandeln. Auch Microsoft nutzt Enjin, um das firmeneigene Loyalty Program Azure Heroes auszuführen. Zudem ist Unity von Unity Technologies eine Kollaboration mit Enjin eingegangen, um ein eigenes Software Development Kit zu entwickeln, mit dem Entwickler Apps und Games leichter in virtuelle Welten integrieren können.

 

Metahero

Auch Metahero ist ein dezentral organisiertes Blockchain-Projekt, das, anders als die bereits vorgestellten, nicht auf Ethereum, sondern auf der Binance Smart Chain (BSC) basiert. Metahero bezeichnet sich selbst als „Tor zum Metaverse“ – was natürlich ziemlich auch auf andere Blockchain-basierten Plattformen zutrifft, auf denen NFTs erstellt werden können.


Allerdings ist der Ansatz von Metahero ziemlich ungewöhnlich: Der Gründer und CEO von Metahero, Robert Gryn, verfolgt das Ziel, dass jeder registrierte User per hochauflösendem 3D-Scan ein plastisches Abbild von sich selbst oder einem Gegenstand in Ultra-HD-Qualität erstellen kann, das dann als NFT in der Blockchain registriert wird.


Damit ist es möglich, selbst als Avatar in einem Metaverse zu existieren, außerdem könnte man Gegenstände, wie das eigene Auto, Mode usw. „mitnehmen“ und dort zusammen mit dem persönlichen Meta-Avatar und den Meta-Objekten eine Kopie des realen Lebens aufbauen. Denkbar ist natürlich auch, dass User besondere Gegenstände scannen, um sie später zu verkaufen.


Geplant ist, in wichtigen Städten rund um den Globus, in denen es eine ausgeprägte Gaming-Kultur gibt, solche 3D-Scanner zu installieren, damit Spieler als NFT in einem oder mehreren Metaversen „leben“ können. Dazu gehören unter anderem Doha, die Hauptstadt von Qatar, aber auch New York, Berlin, Tokio und Seoul.


Auch wenn sich dieses NFT-Projekt von Robert Gryn noch in der Entwicklungsphase befindet, lässt sich daran ablesen, welche Bedeutung NFTs in der Zukunft haben werden – nicht nur im Metaverse, sondern auch im realen Leben.


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